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40 Jahre Jugendarbeit beim Feuerwehrverband

Seit 40 Jahren gibt es organisierte Jugendarbeit beim Kreisfeuerwehrverband, Unterverband Schlüchtern. Mit einem Kommers wird das Jubiläum am kommenden Samstag in der Mehrzweckhalle in Sterbfritz gefeiert.

Helfen lernen, um helfen zu können, ist eines der Ziele, die seit der Gründung der Jugendfeuerwehren im Vordergrund stehen. Dies erklärt der Untverbandsjugendfeuerwehrwart Oliver Zimmermann (Gundhelm) und gibt zugleich einen Einblick in die Geschichte. Schon in den 50er und 60er Jahren sei bei den Feuerwehren Schlüchtern und Steinau Nachwuchsarbeit betrieben worden. Ein erster Wettkampf in 1969 sei ein Impuls für die Gründung einer Jugendorganisation gewesen.

Nachdem weitere Jugendfeuerwehren gegründet worden waren, wurde deren Zusammenführung betrieben. Im März 1970 war es soweit: Es fand eine erste Versammlung aller Jugend-feuerwehrwarte des damaligen Kreises Schlüchtern statt mit dem Ziel einer Verbandsgründung. Zum ersten Vorsitzenden wurde der damalige Romsthaler Jugendwart Karl Noll gewählt, der später Kreisbrandinspektor wurde. Stellvertreter wurde Franz Bau und Geschäftsführer Alfred Goltz (beide Schlüchtern). Zu Beisitzern wurden Fritz Röll (Herolz) und Heinrich Wissenbach (Gundhelm) benannt. Zunächst gehörten dem Verband sieben Jugendfeuerwehren an. Mit der kommunalen Gebietsreform in 1975 und der Umwandlung des Kreisfeuerwehrverbandes Schlüchtern in Main-Kinzig wurde der Unterverband Schlüchtern ins Leben gerufen.

„Die Jugendfeuerwehr will die Jugendlichen dazu erziehen, sich zu den Idealen der freiwilligen Feuerwehr zu bekennen und an ihrer Verwirklichung tätig mitzuwirken. Sie will das Gemeinschaftsleben und die demokratischen Lebensformen unter den Jugendlichen pflegen und fördern“. Mit diesen Worten wurden in der ersten Satzung Sinn und Zweck der Jugendarbeit definiert. Dem ersten Unterverbandsjugendwart Karl Noll (Romsthal) folgten Wilhelm Klug (Weiperz), Heinz-Jürgen Jost (Schlüchtern), Franz Schmidt (Bad Soden) und Erich Euler (Schwarzenfels). Seit ist Oliver Zimmermann aus Gundhelm Verbandschef.

Vielfältig war das Geschehen in den zurückliegenden 40 Jahren. Im Vordergrund standen die regelmäßigen Wettkämpfe, bei denen die Jugendlichen des Unterverbandes Schlüchtern kreis- und landesweit regelmäßig große Erfolge verbuchen konnten. Ein fester Bestandteil der Verbandsarbeit sind auch die traditionellen Zeltlager. Laut Zimmermann lernen die Jugendlichen den Umgang mit den Gerätschaften der Feuerwehr zur Brandbekämpfung und allgemeinen Hilfeleistung und bilden das Nachwuchsreservoir für den Dienst in den Einsatzabteilungen. Die allgemeine Jugendarbeit sowie eine sinnvolle Freizeitgestaltung sind weitere bedeutende Elemente in der Nachwuchsarbeit.

Derzeit gehören dem Unterverband 41 Jugendfeuerwehren aus den Städten Schlüchtern, Steinau, Bad Soden-Salmünster und der Gemeinde Sinntal mit insgesamt knapp 600 Jungen und Mädchen im Alter zwischen zehn und 17 Jahren an.

Der Kommers zum 40jährigen Verbandsjubiläum findet am Samstag, 20. November, 19.30 Uhr, in der Mehrzweckhalle in Sterbfritz statt.

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Der Jugendfeuerwehrausschuss des Unterverbandes Schlüchtern im Jahr seines 40jährigen Bestehens mit seinem Vorsitzenden Oliver Zimmermann (fünfter von links).

Text und Foto: Fritz Christ