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Tag der offenen Tür Feuerwehr Schlüchtern

Nach einer turbulenten Woche aufgrund der Unwetterschäden am Feuerwehrstützpunkt fand dennoch am Samstag der vorgesehene Tag der offenen Tür der Feuerwehr Schlüchtern statt. Die Veranstaltung fand eine ausgezeichnete Resonanz.

Hauptgesprächsstoff war natürlich das vorangegangene Unwetter, bei dem ein nur selten da gewesener Feuerwehr-Großeinsatz mit einer Vollalarmierung für alle Stadtteilwehren erforderlich war. „Die Diskussionen über die Notwendigkeit aller Stadtteilwehren haben sich jetzt endgültig erledigt“, stellte Bürgermeister Falko Fritzsch während der Eröffnung des Aktionstages klar. Im Beisein von Stadtbrandinspektor Helmut Zinkand und Stellvertreter Werner Kreß dankte der Bürgermeister allen Einsatzkräften und betonte: „Wir haben gesehen, was Freiwilligkeit und Ehrenamtlichkeit bedeuten“. Auch allen Hausbesitzern müsste klar geworden sein, wie wichtig die Feuerwehren sind und dass eine Mitgliedschaft in der Hilfsorganisation notwendig sei. Der gastgebende Vorsitzende der Feuerwehr Schlüchtern, Johannes Fehl sowie Wehrführer Jens Orth sprachen Grußworte zur Eröffnung des Tages der offenen Tür. Der Vorsitzende des Vereins Wirtschaft und Tourismus, Axel Ruppert, übergab eine Spende.
Für die Besucher bestand den ganzen Tag über Gelegenheit, den Fuhrpark der Schlüchterner Stützpunkwehr mit insgesamt 10 unterschiedlichen Lösch- und Hilfeleistungsfahrzeugen in Augenschein zu nehmen. Das älteste Fahrzeug ist ein Flutlichtmastfahrzeug (Baujahr 1970) und das neueste ein im vergangenen Jahr angeschaffter Gerätewagen Logistik, der für die vielen technische Hilfeleistungen der Stützpunktwehr unerlässlich ist. Sie ist mit alljährlich durchschnittlich über 150 Einsätzen die meistbeschäftigte Feuerwehr des Altkreises.

Die Wehrleute gaben den zahlreichen Besuchern einen Einblick über die Hintergründe und das Zustandekommen des ehrenamtlichen Hilfeleistungswesens. Bei verschiedenen Vorführungen zeigten sie ihr Können. Spektakulär war eine Löschvorführung „Früher – heute“. Ein PKW-Brand wurde einerseits von den Mitgliedern der Altersabteilung unter Zuhilfenahme ihres Oldtimer-Löschfahrzeuges aus dem Jahr 1950 und andererseits von der Einsatzabteilung mit ihrem modernen Hilfeleistungstanklöschfahrzeug erfolgreich bekämpft. Axel Ruppert gab informative Erläuterungen zu allen Vorführungen.
Ein weiteres Aufgabenspektrum, bei welchem die Wehrleute stets professionelle Hilfe leisten, wurde ebenfalls demonstriert: Die Bergung von eingeklemmten Personen aus verunfallten Fahrzeugen. Mit schweren hydraulischen Gerätschaften wurde ein Fahrzeug regelrecht zerlegt und so die eingeklemmte Person geborgen. Diese wurde zur Versorgung an den DRK-Rettungsdienst, welcher ebenfalls am Aktionstag beteiligt war, übergeben.
Unter großer Zuschauerbeteiligung wurde mit der Drehleiter eine Person vom Dach des Feuerwehrstützpunktes geborgen. Passte es doch, dass dort gerade eine Firma mit Dacharbeiten beschäftigt war. So musste ein Arbeiter als Verletztendarsteller herhalten. Als besondere Attraktion landete zum gleichen Zeitpunkt der ADAC-Rettungshubschrauber nach nur sieben Minuten Flugzeit vom Klinikum Fulda am Schlüchterner Untertorplatz. Von den Besuchern konnte dieser auch besichtigt werden, bevor er zu einem Notfall nach Altengronau gerufen wurde.
Mit eingebunden in das Programm waren auch Vorführungen der Rettungshundestaffel Main-Kinzig. Die Retter auf vier Pfoten sind spezialisiert auf die Suche und Ortung von vermissten und verschütteten Personen. Mit von der Partie war auch die Schlüchterner Jugendfeuerwehr, die Aktionen für die Kinder anbot. Für die musikalische Umrahmung sorgte die im vergangenen Jahr ins Leben gerufene Feuerwehrkapelle.

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Die Aktiven der Schlüchterner Stützpunktfeuerwehr demonstrierten beim Tag der offenen Tür vor einer großen Zuschauerkulisse die Bergung eingeklemmter Personen aus verunfallten Fahrzeugen.
Text und Foto: Fritz Christ