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Gute Zusammenarbeit bei Feuerwehr-Großübung in Hohenzell

In helle Aufregung versetzt war der Schlüchterner Stadtteil Hohenzell. Von allen Seiten eilten Feuerwehreinsatzfahrzeuge mit Blaulicht und grell schallenden Martinshörnern herbei.

Für den ahnungslosen Bürger sah es nach einem Unglück größeren Ausmaßes aus, zumal am angenommenen Brandobjekt auch noch Hilferufe zu hören waren und dichter Rauch zu sehen war. Zum Glück handelte es sich jedoch „nur“ um einen groß angelegten Feuerwehr- Übungseinsatz. Mehrere Feuerwehren probten ihre Einsatzbereitschaft und die Möglichkeiten der Zusammenarbeit.

Neben der gastgebenden Hohenzeller Feuerwehr nahmen die Wehren Niederzell, Bellings, Ahlersbach sowie die Schlüchterner Stützpunktwehr mit insgesamt über 60 Aktiven an der Großübung teil. Mit dabei war auch die DRK-Bereitschaft Schlüchtern. Einsatzleiter war der Hohenzeller Wehrführer Jörg Röder. „Es ist wichtig, solche gemeinsame Aktionen zu initiieren“, sagte der stellvertretende Schlüchterner Stadtbrandinspektor Werner Kreß, der den Großeinsatz beobachtete. Denn auch im Ernstfall sei die Zusammenarbeit von mehreren Feuerwehren von großer Bedeutung.

Angenommenes Brandobjekt war das landwirtschaftliche Anwesen von Christian Köhler im Hohenzeller Außenbereich. Die beteiligten Wehren trugen einen gemeinsamen Löschangriff auf das angenommene Brandobjekt vor. Erforderlich war dazu eine Wasserförderung über längere Wegestrecken. Wie Einsatzleiter Röder gegenüber unserer Zeitung erklärte, sei bei einem Großbrand eines landwirtschaftlichen Anwesens eine große Wassermenge zur Brandbekämpfung erforderlich.

Zu den vordringlichsten Aufgaben der Einsatzkräfte gehört in der Regel die Menschenrettung. So galten auch jetzt beim Übungsszenario einige Personen als vermisst. Eine Reihe von mit Atemschutzgeräten ausgerüstete Wehrmännern durchsuchten Scheune und Stallungen nach den vermissten Personen und retteten diese schließlich ins Freie. Die „Opfer“ wurden an die unter Leitung von Matthias Scholl stehenden DRK-Einsatzkräfte zur Erstversorgung übergeben.

Besonders anspruchsvoll für die Einsatzkräfte war die Aufgabe, eine verunglückte Person von einem 15 Meter hohen Silo zu retten. Ein Feuerwehrmann kletterte zunächst hinauf, um den Verunglückten zu beruhigen und zu sichern. Zu dessen Bergung kam auch die Drehleiter der Stützpunktwehr zum Einsatz. Ein besonnenes Vorgehen der Einsatzkräfte war in dieser speziellen Situation von großer Bedeutung. Mit vereinten Kräften gelang es schließlich, den Verunglückten sicher zu Boden zu bringen.

In einer anschließenden Einsatzbesprechung zogen Röder und Kreß ein positives Resümee der Großübung. Alle beteiligten Feuerwehren hätten eine gute Zusammenarbeit praktiziert. Insbesondere seien wichtige Erkenntnisse für einen möglichen Ernstfall gewonnen worden. Bei der Alarmierung sei festgestellt worden, dass in Hohenzell die Sirene nicht funktioniert. So konnten die Einsatzkräfte nur über Funkmeldeempfänger alarmiert werden, womit jedoch nicht alle ausgerüstet sind. Zudem habe die Sirene auch eine wichtige Funktion hinsichtlich des Zivilschutzes.

KN_Feuerwehr-Großübung_fch-24-09-2010

Eine gute Zusammenarbeit praktizierten mehrere Feuerwehren bei einer Großübung in Hohenzell.

Text und Foto: Fritz Christ