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Delegiertenversammlung Kreisfeuerwehrverband

Abordnungen von nahezu allen Feuerwehren des Main-Kinzig-Kreises, darunter auch viele Wehren des Altkreises Schlüchtern, sind in Meerholz zur Delegiertentagung des Kreisfeuerwehrverbandes zusammengekommen.

Wie wichtig den Verantwortlichen die Feuerwehren sind, wurde unter anderem dadurch deutlich, dass mit Landrat Erich Pipa und den beiden Stellvertretern Günter Frenz und André Kavai die komplette Kreisspitze anwesend war. Zudem die heimischen Landtagsabgeordneten Heinz Lotz, Alexander Noll und Hugo Klein. Auch der ehemalige Landrat Karl Eyerkaufer erwies den Brandschützern seine Reverenz. Mit dabei waren auch die ehemaligen Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrbandes, Karl Noll und Wolfgang Köhler.
Kreisbrandinspektor Markus Busanni, der seit vergangenem Jahr im Amt und zugleich Verbandsvorsitzender ist, informierte über das Geschehen bei den 150 Feuerwehren im Main-Kinzig-Kreis. Ingesamt 4946 Einsatzkräfte, darunter 525 Frauen, sind in den Wehren vereinigt. Während bei den männlichen Einsatzkräften ein Rückgang zu verzeichnen ist, gibt es bei den Frauen im Blaurock einen Zuwachs. Verschiedene Kampagnen, beispielsweise „Frauen an den (Brand)-Herd“ hätten dazu beigetragen, betonte Busanni. Mittlerweile gebe es auch spezielle Lehrgänge für die weiblichen Einsatzkräfte.
Von den Einsatzkräften wurden kreisweit im Berichtszeitraum über 700 Brandeinsätze und rund 2600 Hilfeleistungseinsätze absolviert. Wie der Kreisbrandinspektor hervorhob, seien die Feuerwehren zunehmend durch Unwettereinsätze beschäftigt. Insbesondere berichtete er über den Tornado in Schlüchtern vor wenigen Wochen, wo er selbst wegen eines anderen Einsatzes Augenzeuge war. „Eine Unwetterfront, die ich selbst noch nie erlebt habe – nach 30 Sekunden war nichts mehr so wie vorher“.
„Wir sind einer der stärksten Jugendfeuerwehrverbände in Hessen“, ging Busanni auch auf die 135 Jugendwehren im Main-Kinzig-Kreis mit insgesamt 1865 Jungen und Mädchen ein. Zudem gibt es 30 Kindergruppen. Den Ehren- und Altersabteilungen aller Wehren gehören insgesamt 1640 Mitglieder an. Ferner gibt es fünf Musiktreibende Züge mit 162 Aktiven.
An einem beeindruckenden Rechenbeispiel machte Busanni die Bedeutung des ehrenamtlichen Brandschutzwesens auf. Eine Mindestbesatzung von nur sechs hauptamtlichen Feuerwehrleuten würde für jede Stadt, ob Schlüchtern oder Gelnhausen, mit 1,6 Million Euro pro Jahr nur an Personalkosten zu Buche schlagen. Ausführlich ging der Kreisbrandinspektor auf die Aus- und Weiterbildung der Einsatzkräfte ein. So seien im vergangenen Jahr vom Kreisfeuerwehrverband insgesamt 76 Lehrgänge und Seminare zu den unterschiedlichsten Themen abgehalten worden.
Ohne das Ehrenamt wäre der Brandschutz in den 29 Städten und Gemeinden des Main-Kinzig-Kreises nicht zu schultern, hob Landrat Pipa hervor. Hierfür zollte er den Freiwilligen Dank und Anerkennung und lobte insbesondere auch das Opfern der Freizeit für die Weiterbildung. „Unsere freiwilligen Feuerwehren genießen weltweit einen guten Ruf“, betonte Pipa und lobte auch die Jugendarbeit. Wichtig sei, Jugendliche mit Migrationshintergrund, welche das freiwillige Feuerwehrwesen nicht kennen, zu integrieren.
„Dass die Menschen zwischen Maintal und Sinntal ruhig schlafen können, ist das Verdienst der ehrenamtlichen Feuerwehrleute“, sagte der gastgebende Gelnhausener Bürgermeister Thorsten Stoltz. Als größte Bürgerhilfsbewegung in Deutschland bezeichnete Landtagsabgeordneter Alexander Noll die Feuerwehren und bescheinigte ihnen ein hohes in der Bevölkerung.

Die Geehrten:
Deutsches Feuerwehr-Ehrenkreuz (Silber): Holger Herber (Ulmbach), Friedhelm Wagner (Gelnhausen), Harald Hellenbrandt (Freigericht)
Deutsche Feuerwehr-Ehrenmedaille: Bürgermeister Lothar Büttner (Bad Soden-Salmünster), Bürgermeister Stefan Erb (Erlensee)
Verdienstmedaille Kreisfeuerwehrverband (Gold): Norbert Scholz (Spielberg), Alfred Lopian (Lieblos).

KN_Vorstand JFW Unterverband_fch2010

Der in der Delegiertenversammlung der Jugendfeuerwehren des Unterverbandes Schlüchtern neu gewählte Jugendfeuerwehrauschuss mit Vorsitzendem Oliver Zimmermann (fünfter von links). Foto: Fritz Christ